Oxly Boote

Das Wrack der Queen Elizabeth vor HongKong

September 2011 © Thomas Gade

1972 brach an Bord des ehemaligen Passagierschiffs Queen Elizabeth ein Brand aus. Während der Löscharbeiten kenterte das Schiff und endete als Wrack vor HongKong.

Das Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth wurde 1938 in Dienst gestellt, aber erst 1940 fand ihre Jungfernfahrt statt. Da war der 2. Weltkrieg bereits ausgebrochen und da war mit Kreuzfahrten kein Geld zu verdienen. Zunächst wurde das Schiff für Truppentransporte eingesetzt. Ihre Reisegeschwindigkeit betrug 29 Knoten und ihre Höchstgeschwindigkeit 36 Knoten. Damit war sie bedeutend schneller als die deutschen U-Boote und wurde deswegen ohne den Schutz durch Konvois eingesetzt.

Mit 83.637 Bruttoregistertonnen war die Queen Elizabeth das größte Passagierdampfschiff. Den Rekord hielt sie bis 1996. Die Ehefrau des Königs Georg VI, Queen Elizabeth, war Namenspatin.

Nach dem Krieg wurden die Queen Elizabeth und ihr Schwesterschiff Queen Mary auf der Transatlantikroute eingesetzt. Sie konnten jeweils über 2000 Passagiere mitnehmen, die das Schiff anstelle der später aufkommenden Flugdienste nutzen. Es ging mehr um Personentransport als um eine gemütliche Kreuzfahrt. Nachdem er allmählich mit Flugzeugen effizienter und bezahlbarer wurde, wurden die Schiffe 1969 außer Dienst gestellt und durch ein moderneres, kleineres Schiff, die Queen Elizabeth 2, ersetzt.

1970 erwarb der Chinese Tung Chao Yunk, ein Reeder und Gründer der Orient Overseas Line, das Schiff, welches als schwimmende Universität namens S. S. Seawise University in HongKong genutzt werden sollte. 1975 wurde die ehemalige Queen Elisabeth abgewrackt.


Das ausgebrannte Wrack der Queen Elizabeth vor HongKong



Ausgebranntes Wrack der Queen Elizabeth

Beim Stöbern in unserem Bildarchiv fanden wir die Bilder der Queen Elizabeth / Seawise University vor HongKong.
Ein Bild aus besseren Tagen der Queen Elizabeth im Hafen von Portsmouth:


Passagierschiff Queen Elizabeth im Hafen von Portsmouth. Foto: Hellmut Münzner

Quele: Fotoarchiv Thomas Gade / medienarchiv.com