Rettungsring
2025 © Thomas Gade
Rettungsring an einer Steganlage
Ein Rettungsring ist ein schwimmfähiges, meist ringförmiges Rettungsgerät mit einem Durchmesser von etwa 50–75 cm, das verwendet wird, um Personen im Wasser vor dem Ertrinken zu bewahren. Sie kann sich daran festhalten und leichter an der Wasseroberfläche bleiben, bis sie selbst oder mit Hilfe anderer aus dem Wasser kommt.
Der Rettungsring wird in der Regel zu einer Person ins Wasser geworfen. Er ist leicht zu greifen ist und bietet ausreichend Auftrieb. Außerdem ist er durch seine Farbgebung gut sichtbar. Das ist wichtig in einer Mann-über-Bord-Situation, um die Person nicht aus dem Auge zu verlieren.
Rettungsringe werden hauptsächlich auf Schiffen, Booten, an Küsten, in Häfen, an Schwimmbädern oder an Gewässern wie Seen und Flüssen eingesetzt. Oft hängt eine Leine dran, um den Ring mit der Person heranziehen zu können.

Griffbereit, aber festgebunden. Im Ernstfall kann das wertvolle Sekunden kosten.
Rettungsringe bestehen typischerweise aus Schaumstoff (z. B. Polyurethan oder Polyethylen) mit hohem Auftrieb und einer strapazierfähigen Außenhülle aus Kunststoff, Vinyl oder beschichtetem Gewebe. Reflektierende Streifen, Griffe oder eine Leine können angebracht sein, um die Sichtbarkeit und Handhabung zu verbessern. Moderne Rettungsringe sind leicht, langlebig und resistent gegen Wasser, Salz und UV-Strahlung.
Vorschriften
In Deutschland und vielen anderen Ländern hängt die Pflicht, einen Rettungsring mitzuführen, von der Art und Größes des Bootes, der Gewässer (Binnengewässer oder See) und den nationalen Vorschriften ab. Nach der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) ist ein Rettungsring auf Sportbooten nicht immer explizit vorgeschrieben, aber es wird empfohlen, Rettungsmittel wie Rettungsringe oder andere schwimmfähige Geräte mitzuführen. Für bestimmte Gewässer oder bei gewerblicher Nutzung kann die Mitführpflicht strenger sein.
Gut sichtbar auf dem Wasser
Auf Sportbooten, die auf See fahren, ist ein Rettungsring gemäß der Sportseeschiffahrtsverordnung (SportSeeV) in der Regel vorgeschrieben, insbesondere für Boote, die weiter als drei Seemeilen von der Küste entfernt unterwegs sind. Die erforderliche Ausstattung hängt von der Sicherheitsstufe (z. B. Küstennahe oder Hochsee) ab. In Deutschland müssen Rettungsringe für den professionellen Einsatz oft den Normen der SOLAS (International Convention for the Safety of Life at Sea) oder nationalen Standards entsprechen. Für die meisten Sportboote, insb. auf Binnenrevieren, gilt das nicht.
Ob der Rettungsring auf einem Boot sinnvoll ist, auf dem in der Regel nur eine Person fährt, zum Beispiel ein Angler, sei dahingestellt. Wer sollte ihn im Notfall werfen? Die automatische Rettungsweste wäre hier wohl die bessere Wahl.

Für den Sportbootsführerschein wird das Mann-über-Bord-Manöver mithilfe eines Rettungsrings geübt.
Die Vorschriften können je nach Land variieren. In vielen Ländern ist mindestens ein Rettungsring mit Leine für Boote über einer bestimmten Größe oder bei Fahrten auf offenen Gewässern vorgeschrieben. Auch wenn keine gesetzliche Pflicht besteht, wird empfohlen, einen Rettungsring mitzuführen.
Griffbereit halten
Rettungsringe sollten leicht zugänglich und griffbereit an Bord oder am Ufer gelagert werden. Sonst sind sie im Ernstfall wertlos, weil oft Eile geboten ist.

Leider werden aus dem Grund viele Rettungsringe an Brücken oder Ufern gestohlen oder durch Vandalismus und Leichtsinn grundlos ins Wasser geworfen.
Seite 1: Automatik Rettungsweste
Seite 2: Restube
Seite 3: Floatee Anti-Ertrinken-T-Shirt
Seite 4: Rettungsring