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© Thomas Gade / Mai 2015 (aktualisiert 2026)
Dieselkraftstoff
Motorausfall durch Dieselpest
Unverhofft geht der Dieselmotor aus. Als Ursache kommt die sogenannte Dieselpest infrage – ein zäher Bioschlamm, der im Kraftstoff durch Mikroorganismen gebildet wird. Grund genug, mehr über den Kraftstoff Diesel zu erfahren.Falls Sie durch einen akuten Motorausfall auf diese Seite gestoßen sind und zuerst wissen möchten, wie man die Dieselpest bekämpft, lesen Sie bitte zuerst den Beitrag Dieselpest und anschließend Maßnahmen bei Dieselpest.
Diesel aus Erdöl
Diesel ist ein flüssiger Kraftstoff, der aus Erdöl gewonnen wird. In Raffinerien wird Rohöl erhitzt und unter Druck in verschiedene Komponenten mit unterschiedlichen Eigenschaften (Dichte und Siedepunkt) getrennt. Diese Separation findet in turmartigen Destillationskolonnen statt.Das erwärmte Rohöl trennt sich in schwere und leichte Bestandteile. Die schweren Stoffe sinken nach unten, die leichteren steigen auf, und die leichtesten verdampfen. Das Gas wird anschließend in einem Kühlrohrsystem wieder verflüssigt. Durch diese Trennung entstehen verschiedene Stoffe, die durch weitere Behandlungen zu marktfähigen Produkten verarbeitet werden.
Diesel ist eine klare bis gelblich getönte Flüssigkeit.
Quelle: Aral AG (bearbeitet)
Erdöl besteht hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen, die durch Umwandlungsprozesse organischer Stoffe entstanden sind. Auch Diesel setzt sich aus verschiedenen Kohlenwasserstoffmolekülen zusammen.
Ein wichtiger Prozess bei der Herstellung von Erdölprodukten ist das Cracking – das Aufbrechen langer Kohlenwasserstoffmoleküle, um höherwertige Produkte zu gewinnen und die Ausbeute zu steigern. Beim thermischen Cracking werden die Moleküle bei Temperaturen zwischen 450 °C und 800 °C in Druckbehältern (teilweise mit Katalysatoren) in Schwingung versetzt, bis sie brechen.
Der überwiegende Anteil des fossilen Dieselkraftstoffs entsteht jedoch durch einfache Destillation des Rohöls. Um die Ausbeute weiter zu erhöhen, wird zusätzlicher Diesel aus schwereren Bestandteilen durch Cracking erzeugt. Kommerzieller Diesel für Motoren besteht in der Regel aus einer Mischung beider Verfahren.
Weltweit deckt Erdöl etwa ein Drittel des Energiebedarfs. Im Jahr 2015 wurden rund 4,2 Milliarden Tonnen Erdöl verbraucht. Stand 2024/2025 liegt der jährliche Verbrauch bei etwa 5 Milliarden Tonnen (ca. 102–105 Millionen Barrel pro Tag). Die nachgewiesenen Reserven werden derzeit mit rund 1,7 Billionen Barrel angegeben, was bei anhaltendem Verbrauch eine statistische Reichweite von etwa 50 Jahren ergibt.
Raffinerie Gelsenkirchen bei Nacht.
Quelle: BP Europa SE
Biodiesel
Biodiesel wird aus pflanzlichen Ölen, tierischen Abfallfetten und Fischöl hergestellt. Je nach Region kommen unterschiedliche Rohstoffe zum Einsatz: In Europa vor allem Rapsöl, in Nordamerika Sojaöl und in Südostasien Palmöl. Weitere Rohstoffe sind Rizinus, Sonnenblumen und Jatropha.Aus ökologischer Sicht wird Biodiesel zwiespältig bewertet. Kritiker bemängeln die Zerstörung von Regenwäldern, Monokulturen und die Vertreibung von Landbevölkerung. Befürworter sehen darin eine Möglichkeit, den Verbrauch fossiler Rohstoffe zu reduzieren. Klar ist: Wir benötigen Alternativen zum begrenzt verfügbaren Erdöl.
Biodiesel hat andere Eigenschaften als fossiler Diesel, kann aber mit diesem gemischt werden. Er enthält weniger Schwefel, ist biologisch abbaubar, hat einen höheren Flammpunkt und gute Schmiereigenschaften. Allerdings bindet Biodiesel deutlich mehr Wasser als fossiler Diesel und besitzt eine geringere Oxidationsstabilität (besonders bei Soja- und Palmöl).
Sprit aus Algen
Die Kraftstoffindustrie experimentiert mit alternativen Rohstoffen. 2013 wurde aus Brasilien von einer ökonomisch sinnvollen Biodieselproduktion aus Algen berichtet. In geschlossenen Tanksilos, die durch Sonnenwärme und Abgase einer Zuckerfabrik beheizt werden, vermehren sich Algen sehr schnell. Dabei verbrauchen sie Kohlendioxid (CO₂).Das nötige Sonnenlicht wird über Glasfaserleiter in die Tanks geleitet. Im Vergleich zu offenen Becken ist der Energieaufwand hier deutlich geringer. Neben Biodiesel entstehen Omega-3-Fettsäuren und proteinreiches Tierfutter als Nebenprodukte.
Der Hersteller behauptete damals, der Algen-Biodiesel sei bereits günstiger als fossiler Diesel. Wissenschaftler und Forscher arbeiten intensiv an solchen Lösungen. Vielleicht werden in Zukunft neben Solarzellen auch Algenbehälter auf Hausdächern stehen, die das CO₂ aus Blockheizkraftwerken nutzen.
Rapsfeld mit Windkrafträdern in Brandenburg. Biodiesel wird unter anderem aus Rapsöl gewonnen.
Beimengung von Biodiesel
Seit 2009 tanken wir in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern Diesel mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Biodieselanteil gemäß der Norm EN 590. Diese Norm erlaubt weiterhin maximal 7 % FAME (konventioneller Biodiesel). Höhere Anteile sind möglich, aber nicht flächendeckender Standard (B10 ist in manchen Ländern zugelassen, jedoch nicht überall verfügbar).Fossiler Diesel kann nur sehr wenig Wasser aufnehmen. Bei Vermischung setzt sich das Wasser unten ab. Biodiesel hingegen bindet deutlich mehr Wasser und bildet damit eine feine Emulsion. In einem Gemisch aus fossilem Diesel und Biodiesel verteilt sich ein Teil des Wassers als winzige Tröpfchen im Kraftstoff. Bei längeren Standzeiten begünstigt dies das Wachstum von Mikroorganismen und die Bildung von Bioschlamm.
Dieselkraftstoff ohne oder mit geringem FAME-Anteil
Fahrzeuge mit langen Standzeiten und geringem Kraftstoffverbrauch sollten möglichst Diesel mit keinem oder sehr geringem FAME-Anteil (konventionellem Biodiesel) tanken. Viele Premiumsorten wie Aral Ultimate Diesel und Shell V-Power Diesel enthalten in der Regel keinen oder nur sehr wenig FAME. Stattdessen wird häufig HVO (hydriertes Pflanzenöl / erneuerbarer Diesel) beigemischt, der sich deutlich besser verhält und weniger anfällig für Mikroorganismenwachstum ist.Allerdings sollten solche Angaben kritisch betrachtet werden. Die Kraftstoffanbieter müssen gesetzliche Beimengungsquoten erfüllen. Deshalb sind Premium-Diesel teurer. Unabhängig davon ist die Zugabe eines wirksamen Biozids auch bei diesen Sorten empfehlenswert.
Alternativ gibt es einen neuen synthetischen Dieselkraftstoff:
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